Cocos Islands
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Anreise
Um die Cocos Keeling Inseln zu erreichen, muss man zunächst nach Perth in Westaustralien fliegen. Arabische
Airlines wie Ethiad und Quatar tun dies ab 1000€ hin und zurück. Auch Quantas fliegt von Frankfurt via Dubai
nach Perth.
Von Perth aus startet Virgin Australia dienstags und samstags einen Rundflug via der Weihnachtsinsel zu den Cocos Keeling Islands. Die Flugzeit beträgt jeweils 6 Stunden. Die Landebahn befindet sich auf West Island, wo es auch die meisten Unterkünfte gibt.
Die Flüge sind meist früh ausgebucht und kosten etwa 1000 AUD pro Strecke. Kreditkartengebühren kommen hinzu.
Es ist möglich und reizvoll, die Cocos Inseln per Charteryacht oder auch der eigenen Segelyacht anzusteuern.
Zwischen den Inseln Home Island und West Island besteht ein moderner Boots-Pendelverkehr.
Foto: © by Uwe | Fotolia.com
Einreise und Visum
Für einen touristischen Aufenthalt bis zu 90 Tagen ist ein kostenloses Visum vor Reiseantritt zu beantragen. Dies kann auch online geschehen.
Wetter, Klima und beste Reisezeiten
Es gibt keine ausgeprägte Regenzeit auf den Cocos Inseln. Von November bis Januar scheint die Sonne häufiger und es regnet seltener. Von März bis Juli regnet es häufiger, allerdings ist auf dem Atoll ganzjährig Saison, auch wenn es mal regnen oder windig sein sollte. Die mittleren Tagestemperaturen liegen zwischen 28 und 30 Grad, nachts wird es selten kühler als 24 Grad. Beste Reisezeit ist zwischen November und Februar.
Weitere Infos:
- Zeit: MEZ plus 5,5 Stdn / MESZ plus 4,5 Stdn. (wie Myanmar)
- Amtssprache: Englisch; Bevölkerungssprache: Malayisch
- Währung: australischer Dollar
- Mobil telefonieren ist nur mit gekauftem Zugang möglich (recht teuer)
- Strom: 220 Volt mit Adapter (US-Adapter); Eurostecker funktioniert ohne Adapter
- Internet: Internetzugang kann stunden-, tages- oder wochenweise gekauft werden (teuer); kein Wifi
- Impfungen: keine Vorschriften
- Medizinische Versorgung nicht vorhanden
- Internationale Geldautomaten ATM und Geldwechsel sind nicht vorhanden
Insel- und Atollinformationen
Die beiden Atolle der Cocos Keeling Islands liegen mehr als 1000 Km vom nächsten Festland entfernt inmitten
des Indischen Ozeans. Sie haben eine Gesamtfläche von 14 qkm und ragen nur maximal fünf Meter aus dem Ozean heraus.
An den Aussenseiten fallen sie steil bis auf fast 1000m in die Tiefe.
In den vergangenen Jahrhunderten waren die mit Kokospalmen bepflanzten Inseln mehrmals Opfer von verheerenden Taifunen. Neben Fischfang zählt der Anbau von Kokosnüssen und Bananen zum Hauptlebenserwerb. Der Tourismus ist noch ziemlich unbedeutend, aber ein Hoffnungsträger der wenigen verbliebenen Einwohner, die das meiste für den Lebensunterhalt importieren müssen. Auch Frischwasser ist Mangelware.
Foto: © Pexels | pixabay.com
Die knapp über 500 Bewohner sind zu 80% Malayen und muslimischen Glaubens. Sie leben zum größten Teil auf Home Island, während der Flugplatz und die meisten touristischen Einrichtungen auf West Island zu finden sind. Alle anderen Inseln sind heute unbewohnt und Heimat tausender Kokospalmen, Seeschildkröten und einiger Vogelarten wie Tölpel und Fregattvögel. Auf North Keeling sind diese in einem Nationalpark streng geschützt.
Das Meer innerhalb der Lagunen ist maximal 20m tief, in den seichteren Strandbreichen nur bis zu sechs Meter. Tauchen und Schnorcehln, aber auch Schwimmen und Baden sind die Hauptaktivitäten. Aber auch Kajaken und Kitesurfen sind möglich. Das südliche Atoll ist zunehmend das Ziel von Segelyachten, die hier Ankerplätze finden.
Die Cocos Keeling Islands sind den meisten Menschen vollkommen unbekannt, und nur der Umstand, dass die teilautonomen Inseln eine eigene Flagge und eine Internetadresse (.cc) besitzen, haben ihnen etwas mehr ins Licht der Öffentlichkeit verholfen. Mit dem Verkauf der Rechte an der Domain können seither ein paar zusätzliche Einnahmen generiert werden.
Geschichte
William Keeling von der britischen Ostindien Company soll die Atolle im Jahr 1609 entdeckt haben. Aber erst 1826 besiedelten Holländer von Java aus West Island und Horsburgh Island und begannen mit dem Anpflanzen von Kokosnusspalmen.
1831 übernahm ein schottischer Verwalter, namens Clunies-Ross die Inseln und beherrschte sie über vier Generationen bis 1978. Sie holten malayische Zwangsarbeiter und Gefangene aus Java. Die Clunies-Ross hatten sogar eine eigene Währung eingeführt und überstanden auch den zweiten Weltkrieg als Alleinregenten der abgelegenen Inseln. 1945 bauten die Alliierten die erste Landbahn auf West-Island, während über 8.000 Soldaten dort stationiert waren.
1955 übernahm Australien die offizielle Kontrolle über die Cocos Inseln, aber erst 1978 nach dem Bekanntwerden der feudalistischen Misstände im Aussenterritorium wurden diese beendet und die Atolle von der Regierung freigekauft.
Seither gibt es verbesserte Infrastruktur und eine Schule auf Home Island, aber mehr und mehr Menschen verließen die Inseln wegen mangelnder Zukunftsaussichten. Auch die Produktion von Kopra wurde 1987 eingestellt.
Seit einigen Jahren werden die Cocos Keeling Inseln nun vom Tourismus entdeckt. Es gibt bereits einige Angebote und vor allem versprechen die Atolle einen paradiesischen Aufenthalt weit abseits von allem und zur Erfüllung wahrer Tropenträume.
Foto: KI kreiert
Unterkünfte
Die Bettenkapazität ist sehr begrenzt auf Cocos Keeling Islands. Es gibt lediglich sechs Unterkünfte, die online gebucht werden können. Diese zeichnen sich allerdings durch modernen Komfort und einer einzigartigen, traumhaften Lage direkt unter Palmen am Sandstrand aus. Vier Unterkünfte befinden sich nahe dem Flugplatz auf West Island, eine liegt auf Home Island in Nähe des muslimischen Dorfes. Eine frühzeitige Buchung ist sehr empfehlenswert.
Cocos Castaway Resort*: Modern und nett eingerichtete Studios und Bungalows. Nur 2 Gehminuten vom Flugplatz und direkt am Strand. WLAN gegen Gebühr.
Cocos Seaview Resort*: Modern und schön eingerichtete Suiten direkt am Meer in tollem tropischen Garten. Nur wenige Gehminuten bis zu Geschäften und Restaurants. Kein Internet.
Beachcomber: Sehr schönes und toll eingerichtetes Cottage Resort mit vier Doppelzimmern direkt am Strand, wenige Gehminuten von Flugplatz, Geschäften und Restaurants entfernt.
Oceania House*: Kolonial eingerichtetes Haus mit schönen sauberen Zimmern in Bantam Village auf Home Island. WLAN gegen Gebühr. Kostenloser Shuttle-Service.
Ninetysixeast*: Modernes Bungalow-Gebäude mit Doppelzimmer am Strand. Wenige Gehminuten bis zu Geschäften und Restaurants. Kostenloses WLAN.
Cocos Accommodation*: Schöne Bungalows nicht direkt am Strand aber nahe. Ebenso nahe Flugplatz und 5 Gehminuten von Geschäften und Restaurants entfernt. Kein Internet.


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