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Bangkok

Zeit zu reisen - Zeit zu leben

Karte einblendenBangkok Karte

Flüge

Bangkok Mit Lufthansa, Swiss, Austrian oder Thai Airways fliegen Sie direkt nach Bangkok (ca. 11 Stdn). Etliche andere Airlines bieten preisgünstige Flüge mit Zwischenstopp an.

Innerhalb Thailands fliegen lokale Lowcost-Airlines (Air Asia, Nokair, LionairThai, Orient Thai, Bangkokair) zu sehr günstigen Preisen z.B. nach:

Chiang Mai, Chiang Rai, Phitsanulok, Trat, Koh Samui, Suratthani, Krabi, Phuket, Trang, Hat Yai

Bangkok hat zwei internationale Flughäfen. Die Low-Cost-Airlines fliegen vom Don Mueang International Airport. Thai Airways und Bangkokair fliegen von Suvarnabhumi.

Von den drei Busterminals (Nord=Morchit, Süd=Sai Tai Mai und Ost=Ekamai) fahren preiswerte Überlandbusse mehrmals täglich ins ganze Land. Und vom Zentralbahnhof Hua Lampong kommt man mit meist immer überfüllten Zügen billig weiter.

Bangkok für Einsteiger

Bangkok ist eine der faszinierendsten Metropolen der Welt. Es gibt unglaublich viel zu entdecken und zu erleben. Wer das erste Mal in Bangkok ist, sollte sich nicht zuviel vornehmen, denn die Stadt ist nicht nur wegen der Hitze, der Smogs und des Verkehrs sehr anstrengend. Es kann ratsam sein, die Stadt an das Ende der Thailandreise zu legen, denn wenn man mit Jetlag in Bangkok ankommt, hat man meist nicht die Kraft und Energie, die schönsten Sehenswürdigkeiten bei über 30 Grad anzuschauen. Wichtig für einen gelungenen Besuch ist auch, ein gut gelegenes schönes Hotel oder Gästehaus zu buchen und zu wissen, wo man gute Restaurants finden kann und was man ggfs. nachts noch erleben kann.

Einreise und Visum

Für Thailand ist bis 60 Tage Aufenthalt für D, A und CH kein Visum erforderlich. Wer länger bleiben möchte, kann einmalig bei der Immigration für 1900 THB verlängern oder muss im Voraus ein Visum online (thaievisa.go.th/) beantragen. Das schnelle Aus- und Einreisen (Visa-run) wird zunehmend kritisch gesehen und kann verneint werden.

ACHTUNG: Seit 2025 muss bis 72 Stdn vor Einreise online die digitale Einreisekarte (TDAC) ausgefüllt werden.

Botschaften

  • Deutschland 9 South Sathorn Road; +66-2-287-9000; Mo-Fr 09.00-17.00
  • Schweiz 35 North Wireless Road; +66 2674 6900; Schalterstunden: Mo-Fr 09.00-11.30
  • Österreich Austria Visa Application Center, 191 Silom Road, +66 (02) 2639108; Mo-Fr 08.30-16.00
  • Myanmar 132 Sathorn Nua Road; Mo-Fr 09.00-12.00 und 15.30-16.30 [Visum für Myanmar]
  • Laos 1-3 Soi Ramkhamheng 39 Bangkapi; +66-2-5 38 36 96 oder 39 66 67; Mo-Fr 08.00-16.00

Bangkok Bangkok

Einreise und Visum

Für Thailand ist bis 30 Tage Aufenthalt für D, A und CH kein Visum erforderlich. Wer länger als 30 Tage bleiben möchte, muss im Voraus ein Visum beantragen oder aus- und wieder einreisen. Overstay wird am Zoll mit Bußgeld belegt (500 Baht pro Tag). Visa für Thailand sind online über https://www.thaievisa.go.th/ zu beantragen !


Wetter, Klima und beste Reisezeiten

In Thailand herrscht tropisches Monsunklima. Ganzjährig liegen die Tages-Temperaturen zwischen 27 und 33 Grad Celsius, nachts fallen Sie auf 25 bis 28 Grad. Die heissesten Monate sind März bis Mai mit möglichen maximalen Temperaturen in Bangkok von bis zu 40 Grad. Die Luftfeuchtigkeit liegt durchweg über 90%. Es herrscht also schwüle Hitze vor, die im Stadtgebiet besonders drückend wirkt und schnell die Kräfte schwinden lässt. Man sollte sich also für Besichtigungen nicht zu viel pro Tag vornehmen.
Im Sommer von Juni bis Oktober regnet es durch den Südwestmonsun stetig und heftig. Meistens in den späten Nachmittagstunden entladen sich gewaltige Wassermassen, die zu Verkehrsproblemen führen können. Weil immer mehr Flächen versiegelt wurden und Klongs zugeschüttet, haben die Wassermassen es schwer, schnell abzulaufen. Die Kanalisation ist zeitweise schier überfordert.

Da sich die Regenzeit auf einige Stunden des Tages beschränkt, und Bangkok von schweren Stürmen verschont bleibt, ist die Stadt durchaus als Ganzjahresziel empfehlenswert. Die besten Monate sind jedoch November bis März, wenn es trockener und nicht so heiß ist.

Besonders reizvoll ist Bangkok bei Nacht, wenn die Hitze angenehmer Wärme gewichen ist, und viele Restaurants und Bars mit Openair-Angeboten locken.

Klimatabelle

thailändisch

Thai im Restaurant als PDF herunterladen =>

Weitere Infos:

  • Zeit: MEZ plus 6 Stdn / MESZ plus 5 Stdn.
  • Mobil telefonieren überall möglich, am besten mit thail. Simkarte
  • Strom: 220 Volt mit Adapter (US-Adapter); Eurostecker funktioniert ohne Adapter
  • Internet und WiFi: überall möglich, meist kostenlos
  • Impfungen: keine Vorschriften
  • Medizinische Versorgung sehr gut
  • Geldautomaten und Geldwechsel überall im Stadtgebiet vorhanden

Bangkok
Foto: Bangkok Wat Phra Kaeo © Image by Sasin Tipchai from Pixabay

Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang

BTS Karte Bangkok ist neben Singapur das Drehkreuz Südostasiens. Von Bangkok aus gehen Anschlussflüge nicht nur nach Thailand, sondern in die größten Zentren und Urlaubsdestinationen im Südosten Asiens. In 2019 kamen über 106 Mio. Passagiere auf den beiden Flughäfen Bangkoks an, 70 Mio in Suvarnabhumi und 36,5 Mio in Don Mueang. Damit ist Bangkok der größte Flughafen-Knotenpunkt der Welt.

Zwischen beiden Bangkoker Flughäfen besteht ein kostenloser Bus-Shuttle-Service, der von 5 bis 24 Uhr halbstündlich bzw. ab 10 Uhr alle 20 Minuten fährt. Die Busse warten vor Gate 3 auf Ebene 2 (Ankunftsebene Suvarnabhumi).

In beiden Flughäfen gibt es kostenloses WLAN, das per Anmeldung mit der Email-Adresse funktioniert.

Suvarnabhumi

Suvarnabhumi Der Suvarnabhumi Airport liegt etwa 25 Km östlich der Innenstadt von Bangkok. Er ist der Heimatflughafen von Thai Airways, Bangkokair und Orient Thai Airlines. Der Flughafen ist per Taxi, Bus oder Airportlink gut an die Stadt angeschlossen. Insbesondere der Airportlink (Betriebszeit 06.00 - 24.00 Uhr) ermöglicht eine schnelle (30 Min.) und kostengünstige (45 Baht) Verbindung ins Zentrum mit direktem Anschluss an den BTS Skytrain bei der Endstation Phaya Thai. An der Endstation ist es allerdings etwas mühsam, mit dem Taxi weiter zu kommen, v.a., wenn man viel Gepäck hat.

Taxen vom Flughafen in die Stadt findet man auf Level 1. Die Fahrt kostet je nach Ziel zwischen 400 und 600 Baht.

Der 2006 eröffnete Flughafen ist sehr modern und gut durchdacht konstruiert. Auf vier Ebenen, die mit Rolltreppen und Fahrstühlen miteinander verbunden sind, gelangt man zügig von der Ankunft (Ebene 2) zum Abflug (Ebene 3), sowie zu den öffentlichen Taxiständen und Abfahrt der Busse nach Pattaya oder Hua Hin (Ebene 1) oder zur Airportlinkstation (Ebene 0). Auf der Ebene 2 befinden sich Restaurants und Läden.

Wer den Bus nach Pattaya (fährt stündlich) nehmen möchte, kann den Ticketschalter auf Ebene 1 Gate 8 finden. Das Ticket kann online gebucht werden, was sich empfiehlt, wenn man zu einer gewünschten Stunde abfahren möchte. Denn es kann hoher Andrang herrschen, und man bekommt nicht den gewünschten Bus nicht vor Ort. Die Busfahrt nach Pattaya dauert 2 Stdn und endet entweder nahe der North Pattaya Road (kein Taxiservice, nur Mopedtaxi oder Bahtbus !) oder an der Endbusstation Jomtien.

Geldwechsel

Suvarnabhumi Wer am Flughafen Geld wechseln will, sollte dies auf der Ebene 0 tun. Man findet einige Wechselstuben (z.B. Superrich) links neben dem Zugang zum Airportlink (man gehe nicht zum Airportlinkeingang, sondern links vom Zugang den Gang hinunter). Die Umtauschkurse sind hier deutlich besser als in der Ankunftshalle oder bei der Gepäckausgabe (Beispiel aus Anfang 2026: 34,65 THB /Euro im Ankunftsbereich; 36,85 bei den Wechselern auf Ebene 0).

Tipp: Als Treffpunkt für Wartende und Anreisende bietet sich die Wartezone in der Mitte von Level 2 (Ankunft) bei Ausgang 5 an.

Gut zu wissen: Auf Ebene 3 (Abflug) befindet sich ganz rechts hinten ein Postamt, das 24 Stunden täglich geöffnet hat.

Übernachten am Flughafen

Lat Krabang Im Umfeld des Flughafens befinden sich eine Vielzahl von Hotels. Wer es bequem haben möchte, steigt direkt im Novotel auf dem Flughafengelände ab. Aber durch den schnellen Anschluss an die Innenstadt durch den Airportlink kann man natürlich auch eine Nacht im Zentrum schlafen. In unmittelbarer Nähe zum Flughafen befinden sich sehr viele kleine Hotels und Gästehäuser, die man mit dem Taxi in wenigen Minuten erreicht. Empfehlenswert ist u.a. das sehr preisgünstige Zen Rooms Ladkrabang, neben dem sich ein Abend-Markt befindet.

Besonderer Tipp: besuchen Sie das Koh Lanta Suvarnabhumi Sea Food Restaurant oder das sehr schöne und sehr gute Supahannahong Restaurant im Ammata Lanta Resort in Lat Krabang, wunderbar an einem See gelegen und abendlich illuminiert (geöffnet von 16-24 Uhr). Ein toller Einstieg ins Land des Lächelns !

Von Suvarnabhumi aus kann man auch direkt per Bus weiterreisen. Busse vom Morchit Busterminal halten auf dem Weg nach Trat am Busterminal nahe des Flughafens (s. Karte) und Burapha Bus Company fährt mit VIP-Bus oder Minibussen direkt vom Airport nach Trat und Koh Chang (VIP-Bus morgens um 7.50 Uhr nur in der Saison; Minibusse auch ganzjährig).

Bangkok Suvarnabhumi Bangkok Suvarnabhumi

Don Mueang

Der alte internationale Flughafen von Bangkok, Don Mueang, wurde 2006 still gelegt und 2011 beim Jahrhunderthochwasser überflutet. Um jedoch das stetig steigende Passagieraufkommen am Suvarnahumi Airport aufzufangen und den Flughafen zu entlasten, wurde Don Mueang ab 2012 neu in Betrieb genommen. Low-Cost-Airlines wie Airasia, Thai Lion Air und Nokair fliegen seither von Don Mueang. Zwischen beiden Flughäfen git es einen kostenlosen Bus-Shuttleservice (s.o.). Alternativ fahren Taxen. Don Mueang ist bislang noch nicht per Airportlink vom Zentrum aus erreichbar, die Baumassnahmen für eine Verlängerung der Bahn sind jedoch bereits im Gange und sollen 2016/17 fertig gestellt werden.

Don Mueang Don Mueang ist gut organisiert und die Abfertigung läuft reibungslos und schnell. Die zunehmende Attraktivität von Billigflügen innerhalb Thailands und Südostasiens beschert auch diesem Airport steigende Passagierzahlen. 2016 ist das neue Terminal 2 eröffnet worden. Von hier aus werden seither alle nationalen Flüge abgefertigt, internationale verbleiben am Terminal 1.

Übernachten kann man in der Nähe des Flughafens in guten Hotels. Besonders geschickt ist die Unterkunft im Amari Don Mueang, das direkt gegenüber dem Airport liegt und mit einer Brücke verbunden ist. Nur 1,5 Km entfernt liegt das preisgünstige Montri Resort im Stadtteil Don Mueang in ruihiger Lage (s. Karte).

Bangkok Suvarnabhumi Bangkok Suvarnabhumi

Die Thailändische Regierung plant, Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao (südlich von Pattaya) mit dem Airportlink zu verbinden. U-Tapao ist seit längerem im Gespräch, ein weiterer internationaler Flughafen zu werden, um Suvarnabhumi zu entlasten. Bislang bietet der sehr kleine Flugplatz, der sich im Besitz der Navy befindet, lediglich einige Inlandsflüge (Koh Samui, Chiang Mai und Phuket), sowie Charterflüge von und nach Russland.

Bangkok

Unterwegs in Bangkok

Bangkok Karte Es ist zum einen aufregend, sich durch die Metropole Bangkok zu bewegen, zum anderen ist es sehr einfach und preiswert. Rund 40.000 Taxen sollen sich durch die Straßen bewegen, ständig auf der Suche nach Fahrgästen. Hinzu kommen ungezählte Tuk Tuks, die mit ihren Zweitaktmotoren durch die dicke und schmutzige Luft knattern. Am angenehmsten ist die Fahrt mit dem BTS Skytrain, vorausgesetzt, man fährt nicht gerade während der Rushhour. Besonders interessant ist auch der Schiffsverkehr auf dem Chao Phraya oder auf den noch verbliebenen Klongs. Hier kommt man für ein paar Baht besonders zügig voran. Weitere Möglichkeiten sind die Stadtbusse und die U-Bahn, die kaum nennenswerte Beförderungsgelder verlangen, jedoch selten von Touristen genutzt werden. Sich in den Bangkoker "Untergrund" zu begeben, bedarf schon einer gewissen Überwindung.
Wer es besonders angenehm haben möchte, mietet sich einfach eine Limousine mit Fahrer, und lässt sich so - auch noch zu erschwinglichen Preisen - durch die Stadt chauffieren.

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Taxi

In Bangkok bekommt man an jeder Ecke ein Taxi oder ein Tuk Tuk. Man muss aber unbedingt darauf achten, entweder vor dem Einsteigen den Preis zu bestimmen oder auf das eingeschaltete Taximeter zu bestehen. Ansonsten werden Fantasiepreise fällig, die zwar immernoch bezahlbar sind, aber deutlich über den ordentlichen Taximeterpreisen liegen. Die Taximeterpreise sind festgelegt und richten sich nach Fahrtstrecke in Kilometer. Mit Taximeter sollte eine einstündige Stadtfahrt - auch im Verkehrsstau - nicht mehr als 300 Baht kosten, die meisten Strecken können mit unter 100 Baht geschafft werden. Eine kurze Tuk Tuk-Fahrt darf maximal 20-40 Baht kosten, allerdings verlangen die Fahrer den Preis häufig pro Person. Kurze Strecken zwischen den Sehenswürdigkeiten im Bereich der Altstadt sind Tuk Tuk-fähig, ansonsten würden wir auf das Tuk Tuk-Erlebnis lieber verzichten, denn der offene Aufenthalt zwischen hunderten Auspuffrohren ist sicher nicht gesundheitsfördernd. Und die schwüle Hitze von bis zu 40 Grad macht die Fahrt im klimatisierten Taxi fast erforderlich.

Taxifahrer haben eine guten Blick für orientierungslose Touristen und bieten überall ihre Dienste an, verlangen allerdings oft Fahrpreise bis 500 Baht auch schon für kurze Strecken. Sagt man bestimmt nein, kommen Sie einem schnell entgegen, jedoch auch dann mit ausgeschaltetem Taximeter. (Niemals !: Taxifahrer nach Restauranttipps fragen oder auf Lockangebote eingehen. Diese enden fast immer in überteuerten, abgelegenen Restaurants, in denen die Fahrer Provisionen kassieren, und das Essen und der Service schlecht sind.)

Die Fahrt vom und zum Flughafen kostet etwa 600-800 Baht (je nach Ziel/Ausgangsort in Bangkok) mit freien Taxis und ist damit deutlich teurer als vom alten Don Mueang Flughafen (ca. 250-450 Baht). Kosten für die kostenpflichtige Autobahn ins Zentrum (Expressway) kommen meist noch hinzu (ca. 75 Baht). Diese sollte der Gast selbst zahlen, um nicht unnötig übervorteilt zu werden.
Besteigt man ein Taxi des Suvarnabhumi offiziellen Taxi-Services, zahlt man 50 Baht Service-Gebühr. Diese kann man vermeiden, wenn man ein Taxi nimmt, dass auf Ebene 3 gerade Gäste zum Abflug gebracht hat. Diese Fahrer sind froh, gleich neue Gäste zu haben und nehmen keine Servicegebühr. Aber auch hier nur mit eingeschaltetem Taximeter zusteigen und die Tollwaykosten selbst zahlen. Eigentlich ist diese Variante nicht zulässig, daher muss sie schnell gehen und nur mit wenig Gepäck.

Für längere Taxifahrten innerhalb Bangkoks muss man gut eine Stunde Fahrtzeit rechnen. Schneller geht es nur am frühen Morgen vor 8 Uhr.

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Busse

Bangkoks Busse sind eine Augenweide in ihrer Art, v.a. die kleinen offenen nicht klimatisierten. Sie befahren verschiedenste Stadtlinien zwischen 5 Uhr morgens und 23 Uhr und kosten 7 (rote Zeichen am Bus) bzw. 8 Baht pro Strecke. Etwas teurer sind die geschlossenen klimatisierten Busse (mit gelben oder orangenen Zeichen). Gezahlt wird im Bus. Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man dem Fahrer sein Fahrtziel nennen, das er dann abnickt oder verneint. Das Zeichen zum Halt und Aussteigen wird durch Aufstehen und zur Tür gehen gesetzt. Der Fahrer hält dann am nächsten Stopp.

BTS Skytrain

BTS Karte Neben Taxen und Bussen bietet sich auch die Fahrt im sauberen und schnellen BTS Skytrain an, der wichtige Punkte Bangkoks verbindet, z.B. Sukhumvit Road, Siam Plaza, Lumpini Park, Silom Road (Patpong), Chao Phraya Central Pier, Chatuchak Weekend Markt (Morchit). Der maximale Fahrpreis beträgt hier 60 Baht. Dafür kommt man schnell und mit schöner Aussicht durch fast die ganze Stadt. Wer mehrmals täglich fährt, kann sich eine Tageskarte für 150 Baht kaufen. Es ist durchaus empfehlenswert, sein Hotel nahe einer BTS-Station zu buchen, um von dort schnell unterwegs zu sein.


Airportlink

Seit Ende August 2010 verbindet die Hochbahn (Bangkok Airport Train, bzw. Airport Link) den Flughafen Suvarnabhumi mit der Innenstadt. Die 30-minütige Fahrt nach Phaya Thai kostet 45 Baht pro Person. Von dort kann man direkt in den Skytrain BTS wechseln. Der Zug fährt kontinuierlich in beide Richtungen zwischen morgens 6 und Mitternacht, hält 6x unterwegs und benötigt so 30 Minuten für die Strecke. Der Bahnhof am Flughafen befindet sich im Untergeschoss.

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Expressboote

Kurzweilig und sehr preiswert ist die Benutzung der verschiedenen Expressboote auf dem Chao Phraya. Sie verbinden u.a. Banglamphoo, den Königspalast, Wat Pho und Wat Arun, Chinatown und Silom. Es gibt drei unterschiedliche Linien, die farblich gekennzeichnet sind:

  • die orange Linie fährt jeden Wochentag zwischen 6 Uhr morgens und 20 Uhr abends alle 20 Minuten für 15 Baht pro Strecke und hält an fast jedem Pier
  • die grüne Linie fährt nur werktags zwischen 6.15 Uhr und 18 Uhr alle 15-20 Minuten für 13-32 Baht und hält nur an den größeren Piers N3, 5, 9, 10, 12, 15, 16
  • die gelbe Linie fährt nur werktags zwischen 6.15 Uhr und 20 Uhr alle 15-20 Minuten für 20-29 Baht und hält nur an den Piers N3, 5, 10, 12, 15

Chao Phraya Schedule Wer also z.B. vom Central Pier (N0) nach Chinatown (Pier 5 Rachawongse) will, kann mit allen drei Linien fahren, wer zum Königspalast (Pier 9 Tha Chang) möchte, der muss die grüne oder die orangene Linie wählen. Wer zur Khaosan Road will (Pier N 13 Phra Athit), kann nur mit orange fahren. Am Central Pier N0 besteht ein Übergang zum BTS Skytrain Saphan Taksin (siehe Routenplan).

Zusätzlich gibt es noch ein spezielles Tourist-Boat mit blauer Flagge, das die Sehenswürdigkeiten am Fluss ansteuert und etwas teurer ist. Es verkehrt bis 21 Uhr.

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Mit Skytrain, Bussen, Schiffen und Taxen lassen sich alle sehenswerten Ziele in Bangkok problemlos, schnell, sehr preiswert und flexibel erreichen. Ich will Ihnen hier einige kurz vorstellen:

Märkte

Bangkoks Fisch- und Gemüsemärkte muss man in den frühen Morgenstunden besuchen. Dann ist das Markttreiben besonders reizvoll und lebhaft, und man kann eintauchen in das exotische Ambiente und staunen und bewundern. Besonders empfehlenswert ist der große Klong Toey Markt, der bereits vor Sonnenaufgang startet.
Chinatown erlebt man in der Sampeng Lane, einer alten und sehr engen Straße, die heute Fußgängerzone ist, jedoch von unzähligen schwerbeladenen Mopeds befahren wird. Die Enge ist teilweise anstrengend, aber ein Erlebnis. Nur sollte man auf seine Wertsachen achten und beim Durchwandern gelassen bleiben. Wenn man innehält und auch auf Details achtet, kann man noch Zeugen der Vergangenheit erkennen, als diese Straße zum berüchtigten Opiumviertel der Seeleute gehörte.

Ein absolutes Muss für Marktfans ist der Wochenend-Markt Chatuchak, der jeden Samstag und Sonntag morgens um 8 Uhr seine Türen öffnet (alles offen von 10-18 Uhr). Auf einem gigantischen Areal bieten hunderte Marktbuden und Stände alle nur denkbaren Waren an, von Kleidung über Antiquitäten und Kunsthandwerk bis Ramsch. Den Markt erreicht man am leichtesten mit dem BTS Skytrain an der nördlichen Endhaltestelle Morchit. Gleich neben dem Marktareal lädt der große Chatuchak-Queen-Sirikit-Park zum Ausruhen ein. Direkt nördlich des Marktgeländes erreicht man den Teil des Parkes, der Queen Sirikit gewidmet ist und zu den schönsten Parkanlagen Bangkoks zählt, mit einer Vielzahl an tropischen Bäumen und Pflanzen. Besonders herrlich blühen die roten und gelben Flammenbäume im Juni.
Mittwochs und Donnerstags findet auf dem zentralen Gelände des Marktes der Bangkok Pflanzenmarkt (Chatuchak plant and flower market) statt. Er beginnt bereits am Dienstagabend, wenn die Marktanbieter Ihre Pflanzen aufbauen, und dauert die ganze Nacht. Mittwoch und Donnerstag ist der markt dann von 7 Uhr morgens bis 18 Uhr abends geöffnet. Die beste Besuchszeit ist Mittwochmorgens zwischen 7 und 10 Uhr. Es werden tropischen Pflanzen zu günstigen Preisen angeboten.

Weitere Märkte:

  • Suan Weekend Chatuchak - Thanon Paholyothin, südlich Northern Busterminal (Morchit), größter Markt Thailands (gigantisch), hier gibt es alles, mit dem Skytrain zu erreichen (nur Samstags und Sonntags von 10-18 Uhr); Mittwochs und Donnerstags an gleichem Platz Thailands größter Blumenmarkt (7-18 Uhr)
  • Bangrak - Obst, Gemüse, Fisch
  • Patpong - Nachtstraßenmarkt, Silom Road
  • Pratunam - Ratchaprarop Road, alles mögliche und preiswert
  • Prahurat - Tri Phet Road, Prahurat, klein Indien
  • Sampeng Lane - enge Fußgängerzone in Chinatown
  • Sanam Luang - Thanon Ratchadamroen, Amulettmarkt am Wat Phra Kheo
  • Suan Lum Nachtmarkt - Rama IV Road, Thanon Witthayu Sathorn, Kunsthandwerk, Souvenirs, Restaurants, Biergarten
  • Phak Klong - Thanon Chak Phet, Obst-, Gemüse-, Blumen-Großmarkt
  • Klong Toey - Rama IV-Road, Ratchadaphisek Road, riesiger Frisch-Markt für Bangkoks Einheimische und Restaurants
  • Thewet Flowers - Thanon Luk Luang, Blumen- und Frischmarkt
  • Amulet Markt - Thanon Mahachai südlich des Wat Ratchanada

Bangkok Bangkok Bangkok

Königspalast und Wat Phra Kheo

Bangkok Königspalast Bangkok Königspalast

Königspalast und Wat Phra Kheo liegen auf einem Areal und können nur gemeinsam besucht werden. Je früher morgens man kommt, desto besser, denn schon bald quillt die Anlage über von hunderten Besuchern aus aller Welt und man kann sich in mittäglicher Hitze nur noch durch die Tempelstätte drängeln. Palast und Tempel wurden 2006 zum 60-jährigen Thronjubiläum des Königs renoviert und strahlen nun in neuem goldenen Glanz. Der Wat Phra Kheo ist der heiligste Tempel Thailands. In ihm ist der Smaragd-Buddha ausgestellt, den die Siamesen im 18. Jahrhundert aus Laos mitnahmen und ihm zu Ehren diese Tempelanlage bauten. An den Wänden der Tempelmauern ist die Geschichte Siams in klassischen thailändischen Malereien abgebildet. Es lohnt sich, zur Erläuterung einen deutsch- oder englischsprachigen Führer zu buchen.
Besonders imposant wirkt die Anlage abends nach Sonnenuntergang, wenn Chedis und Türme von Flutlichtern angestrahlt werden und ihren goldenen Glanz über Bangkoks Altstadt verbreiten.
Hinweis: den Wat Phra Kheo kann man als einzigen Tempel nur in langen Hosen und schulterbedeckender Kleidung besuchen.

Bangkok Wat Phra Kheo Bangkok Wat Phra Kheo

Bangkok Wat Phra Kheo Bangkok Wat Phra Kheo

Andere Tempel

Altes Zentrum / Banglamphoo Karte Am westlichen Ufer des Chao Phraya steht der älteste Tempel und das Wahrzeichen Bangkoks, der 79m hohe Wat Arun, der Tempel der Morgenröte. Seine mit tausenden kleiner Keramikteilchen verzierten Wände und Türme funkeln in der Sonne, seine Silhouette zeichnet sich markant vor dem allabendlichen Sonnenuntergang ab. Ein Besteigen der oberen Rundgänge ist leider nicht mehr gestattet.
Gleich neben dem Königspalast befindet sich der Wat Pho, die größte Tempelanlage Thailands. Bekannt ist der Wat Pho für den 46m langen liegenden Buddha, sowie für seine Meditationskurse und Mönchsschule. Diese findet man auch im nördlicher gelegenen, etwas unscheinbareren Wat Mahathat. Hier trifft man auf viele junge buddhistische Mönche und kann an regelmäßig stattfindenden Tempelandachten teilhaben (Achtung: Füße beim Knien oder Sitzen niemals in Richtung Buddha richten). Wat Mahathat ist das Zentrum der buddhistischen Lehre Thailands. Weitere sehenswerte Tempelanlagen im Zentrum sind Wat Suthat und Wat Sakhet. Letztere liegt zu Füßen des künstlichen, 70m hohen Hügels Golden Mount, auf dem ein goldener Chedi mit einer Reliquie Buddhas steht, und von wo aus man einen schönen Ausblick über Bangkok hat (Achtung: schließt um 15.30 Uhr).
Wat Traimit ist ein kleiner Tempel am Rande von Chinatown, in dem sich ein 3m hoher massiv goldener Buddha (5,5 Tonnen) befindet. Wat Bowonniwet steht unweit der Khaosan Road und besitzt ein sehr imposantes Inneres mit zwei hintereinander sitzenden großen Buddhas, sowie einem Altar ähnlichen goldenen Vorbau mit goldenen Phra-Figuren (alte Mönche). König Mongkut und König Bhumibol verbrachten hier Jahre ihrer Jugend als Mönch. Wat Benchamabophit steht südlich des Dusit-Parks. Er ist von König Chulalongkorn 1899/1900 aus italienischem Carrara-Marmor errichtet worden. Im Innern sitzt eine Kopie des Phra Puttha Chinnarat-Buddhas aus Phitsanulok. Etwas versteckt hinter der Thanon Samsen steht ein 33m hoher stehender Buddha, der erst 1982 vollendet wurde. Er gehört zum Wat Indraviharn. Gläubige legen Blumen zu seinen Füßen ab. Wer mit hoher Sicherheit alleine sein möchte bei einem Tempelbesuch, dem sei der am Ufer des Chao Phraya am Ende der Thanon Ayutthaya gelegene schöne Wat Thewarat empfohlen.

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Dusit Zoo

Der Dusit-Zoo ist geschlossen und wird verlegt.

Dusit Zoo und Dusit Park sind kleine Oasen der Ruhe im lauten Bangkok. Der weitläufige Zoo ist besonders bekannt durch die weißen Elefanten, die in Thailand als königliche Tiere verehrt werden. Für Kinder gibt es Streichelzoo und Tretbootfahren. Die Parkanlage verwöhnt mit viel gepflegtem Grün und tropischer Vegetation. Alte Thai-Teakhäuser sind zu besichtigen, und im nicht zugänglichen Bereich steht der Chitralada-Palast, die Residenz des Königs.

Chinatown

Altes Zentrum / Banglamphoo Karte Chinatown nennt sich der Teil Bangkoks entlang und rundum die Yaowarat Road. Hier entstand das geschäftige Bangkoker Zentrum einst vor allem durch die Ansiedlung von Chinesen, die auch heute noch das Bild des Bezirkes prägen. Chinesische Schriftzeichen und chinesische Restaurants, Läden mit chinesischen Glücksbringern und chinesischen Marktspezialitäten. Yaowarat ist das Zentrum des Bangkoker Goldhandels. Nirgends gibt es soviele Goldgeschäfte, und nirgends sonst ist die Luft so erfüllt von ständigen Pfeifen der Verkehrspolizisten, die versuchen, das Verkehrschaos zu kontrollieren. Die Gehsteige sind eng und angefüllt mit Ständen und Garküchen. Kleine Märkte in Seitenstraßen wechseln sich ab mit Basar ähnlichen Ansammlungen in engen Gassen (Sampeng Lane). Und von früh morgens bis spät abends wuseln Menschenmassen zu Fuß oder mit Mopeds in alle Richtungen. Wer dem Lärm und Verkehrsgestank entfliehen will, ist sehr schnell am Ratchawong Pier des Chao Phrayas und kann andere Bezirke Bangkoks zügig und bequem per Schiff erreichen.

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Sukhumvit

Sukhumvit Karte Die lange Sukhumvit Road ist heute eine der ersten Adressen für Thailandurlauber, die ein paar Nächte in Bangkok bleiben. Hier stehen die meisten Hotels und hier ist Amüsement und Shopping angesagt. Einige der größten Shopping Center befinden sich entlang der langen vom Zentrum Bangkoks aus nach Südosten verlaufenden Straße, entlang derer auch der BTS Skytrain fährt. Die Nebenstraßen (Sois) verlaufen in beide Richtungen und komplettieren das Angebot des Sukhumvit-Bezirkes mit vielen Restaurants, Bars, Tanzlokalen, Massagesalons und weiteren Hotels. Entlang der Hauptstraße reihen sich ungezählte Verkaufsstände und Garküchen. Wer erstklassig essen möchte, findet hier sein Restaurant, wer eine einfache Bar sucht und es auf Bekanntschaft mit Thai-Mädchen anlegt, wird ebenfalls fündig. Soi 3, 4 Nana, 5, 7, 9, 11 sowie Soi 21 und 23, Soi Cowboy sind bekannte Namen für Vergnügen aller Art.

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Siam Square und Erawan Shrine

Altes Zentrum / Banglamphoo Karte Im Herzen Bangkoks befindet sich das Siam Center und der Siam Square mit einem großen Komplex an Shoppingcenters. Hier kreuzen die beiden BTS Skytrain-Linien zum Umsteigen. Unweit des Siam Centers finden sich weitere Shopping Center wie das Discovery Center und das riesige Tokyu und Mahboon Shopping Center westlich an der Kreuzung von Thanon Rama I. und Thanon Phaya Thai, sowie das Zen und das Central World Shoppig Center an der Gay Son Plaza. Gegenüber befindet sich ein BigC Superstore. Und direkt am Kreuzungseck findet sich beim Grand Hyatt Hotel einer der bekanntesten Gebets- und Pilgerplätze Bangkoks, der Erawan Shrine (Phra Phrom Shrine). Er wurde zu Ehren der durch den Bau des Hotels gestörten Geister errichtet, um diese zu besänftigen. Während der Bauphase war es zu einigen Todesfällen gekommen. Nach altem Glauben der Thais waren diese darin begründet, dass sich die Geister gestört fühlten. Nachdem man Ihnen den Shrine gewidmet hatten, waren sie besänftigt, und es kam zu keinen weiteren Unfällen.

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Banglamphoo und Khaosan Road

Altes Zentrum / Banglamphoo Karte Der Subdistrikt Banglamphoo liegt unweit nördlich der Tempelbezirke der Altstadt am Ufer des Chao Phraya. Hier gelten, wie in den anderen Gebieten der Altstadt die Verbote zum Bau von Hochhäusern, denn kein Haus darf in unmittelbarer Umgebung des Königspalastes höher sein als dieser. Daher gibt es hier keine gewaltigen Gebäude und auch keine großen Hotels. Kleine Gästehäuser und normale Stadthäuser prägen das Bild, dessen lebendiger Mittelpunkt die Khaosan Road ist. Sie wurde weltberühmt durch die Rucksacktouristen, die sich bereits in den 70er Jahren hier nieder ließen, um Thailand zu entdecken oder auch zu bleiben. Noch heute ist die 200m lange Straße, die abends zur Fußgängerzone wird, Anziehungs- und Treffpunkt weltweiter Traveller mit kleiner Geldbörse. In etlichen Gästehäusern kann man die Nacht in einfachen Zimmern für weit unter 1000 Baht verbringen. Und die ungezählten Läden und Restaurants sind ebenso auf diese Spezies Reisender eingestellt. Agenturen bieten von hier aus Schiffs- und Busreisen nach allen Orten Thailands an. In Banglamphoo findet man eine Konzentration junger Traveller, wie sonst in keiner anderen Großstadt Südostasiens. Und wer Kontakte zu Gleichgesinnten aus der ganzen Welt sucht, ist hier genau richtig.

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Attraktiv ist die Khaosan/Rambuttri-Szene bei jungen Reisenden wegen der allabendlichen Straßenpartys, die sich bei lauter Musik von selbst entwickeln und bis weit nach Mitternacht andauern. Dazu kann man tanzen, trinken und essen. Live-Musik gibt es oftmals in der Rambuttri, wo sehr gute und günstige Straßenrestaurants zum Bleiben oder auf eine schnelle Mahlzeit einladen. Die Preise für gutes Thai-Food und auch für Bier und andere Getränke sind noch immer recht niedrig.

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Auf der Khaosan Road ist eigentlich den ganzen Tag über etwas los, aber erst abends und nachts entwickelt sie sich zur Partyzone mit ungezählten Garküchen, Shops, Massagesalons und Bierbars. Das Angebot an billigen Gästezimmern ist groß. Zimmer können ab 300 Baht pro Nacht gemietet werden, natürlich ohne Frühstück und ohne Komfort. Dafür mit sehr lauter Musik bis tief in die Nacht. Wer mitten im Partyleben sein will, ist direkt zwischen Khaosan und Rambuttri genau richtig. Wer gut schlafen möchte, sollte etwas abseits der Khaosan absteigen.

Aussichtsplätze

Zu den besten Aussichtspunkten zählen sicher die Plattform des Bayoke Sky Hotels im 87. Stock (geöffnet bis 22 Uhr) im Bezirk Pratunam, sowie das Dachterrassenrestaurant im 63. Stock des Lebua State Towers im Bezirk Bangrak nähe Chao Phraya. Außerdem hat man schöne Ausblicke über die Stadt vom Golden Mount (nur bis 16 Uhr) und als Gast des China Princess Hotels vom 25. Stock über Chao Phraya, Zentrum und Altstadt, sowie von weiteren hohen Hotelgebäuden wie dem Millenium Hilton oder dem Banyan Tree Hotel (ebenfalls Restaurant).

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Chao Phraya und Dinner Cruise

Jeden Abend laden einige Ausflugsschiffe auf dem Chao Phraya zu sogenannten Dinner Cruises ein, die mit Beginn des Sonnenuntergangs starten und nach etwa zwei Stunden enden. Während der Fahrt entlang des Chao Phrayas, der mit Sonnenuntergang ruhig wird, weil der sonstige Schiffsverkehr eingestellt wird, wird ein Dinner serviert und man lauscht den Erläuterungen zu den einzelnen wichtigen Gebäuden am Ufer oder unterhaltsamer Musik. Die Wahl besteht zwischen normalen Passagierschiffen mit hunderten Passagieren oder kleinen restaurierten thailändischen Barken mit nur wenigen Gästen und Tischen auf dem offenen Deck. Tickets bekommt man in den größeren Hotels am Chao Phraya oder an den entsprechenden Piers oder online (Website).

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Muai Thai - Thai-Boxen

Die Fangemeinde des Muay Thai ist riesig in Thailand. Nahezu in jedem Ort wird dieser Sport betrieben, und nicht wenige träumen von der großen Karriere und dem großen Geld. Dieses wird jedoch nur in Bangkok verdient. In den beiden professionellen Stadien am Lumpini Park und in der Ratchadamnoen Road geht es wöchentlich mehrmals hoch her. Dann kämpfen die besten Fighter Thailands um Ehre und Geld.
Muay Thai zählt zu den härtesten und gefährlichsten Sportarten der Welt. In der Vergangenheit gab es immer wieder Todesfälle, jedoch ist das Reglement inzwischen sehr streng, so dass immer weniger passiert. Dennoch sind die Kämpfe spannend und meistens ausverkauft.

Lumpini Boxing Stadium: Rama IV Road; Dienstags und Freitags von 18.30-23.00; Samstags 16.00-24.00; Eintritt: 500-1500 Baht
Ratchdmnoen Boxing Stadium: Ratchdamnoen Road; Montags, Mittwochs und Donnerstags von 18.30-23.00; Sonntags 16.00-24.00; Eintritt: 1000-2000 Baht

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Historische Gebäude

Einen Besuch wert sind auch das Jim Thompson House und der Suan Pakkard Palast, zwei alte Anwesen mitten in Bangkok, im Thai Stil erbaut, mit schönen tropischen Gärten und als Museum mit Kunstgegenständen erhalten und gepflegt.

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Bedeutende Tempel

Altes Zentrum / Banglamphoo Karte Bangkok besitzt über 300 Tempelanlagen, in denen Mönche den buddhistischen Glauben praktizieren und sich Gläubige zum meditieren oder beten einfinden können. Manche Tempel sind weltberühmt und werden von Touristen besucht, andere sind unbekannt und stellen Orte der Ruhe und des Rückzugs im lauten Stadtgebiet dar. Natürlich sollte man sich die bekannten Tempel anschauen, aber durchaus auch einige Zeit in abseits gelegenen Orten verbringen.

Ein touristisches Muss sind die beiden nebeneinander gelegenen Tempelanlagen Wat Phra Kaew und Wat Pho, wenngleich diese an manchen Tagen sehr voll sein können. Sehr schön ist der sogenannte Marmortempel Wat Benchamabophit, und wer sich in der Khaosan Road aufhält, kann den nahe gelegenen Tempeln Wat Bowonniwet und Wat Chanasongkhram einen Besuch abstatten.

Für Tempel Interessierte kann auch ein Rundgang durch den Tempelbezirk der Altstadt ein Highlight sein (s. Karte).

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Die schönsten Tempel Bangkoks

  • Wat Arun - Thanon Arun Amarin, Thonburi, Tempel der Morgenröte, Wahrzeichen Bangkoks
  • Wat Pho - Thanon Thai Wang, 45m langer liegender vergoldeter Buddha
  • Wat Phra Kheo - Thanon Na Phra Lan, Tempel des Smaragd-Buddhas
  • Wat Mahatat - Thanon Na Phra That, einer der größten Tempel Thailand´s, Mönchschule und Meditationskurse
  • Wat Saket - Thanon Chakkaphatdi Phong, beherbergt angeblich einen Zahn Buddhas
  • Wat Traimit - Thanon Tri Mit, Tempel des aus massivem 6 Tonnen schwerem reinen Gold gefertigten Buddha
  • Wat Benchamabophit - Thanon Sri Ayutthaya, Tempel aus weissem Carrara-Marmor
  • Wat Khaek (Sri Mariammam) - Thanon Silom, Thanon Pan, Tempel der Gäste, indisch-thail. Tempel
  • Wat Suthat - Thanon Ti Thong, Tempel mit historischen Wandmalereien
  • Wat Loha Prasat - (Eisenpalast) beim Wat Ratchanaddaram am Maha Chesdabodin Plaza, Nähe Golden Mount
  • Wat Indraviharn - Thanon Samsen, 32 Meter hoher stehender Buddha
  • Wat Bowonniwet - Thanon Bowonniwet (Nahe Khao San)
  • Wat Chanasongkram - kleiner Tempel nahe der Khaosan Road
  • Wat Thewarat - Thanon Ayutthaya, am Chao Phraya gelegen, sehr ruhig, kaum besucht
  • Wat Rat Burana - Thanon Tri Phet, am Phra Buddha Yadfa Monument
  • Wat Pathumwanaram - Oase der Ruhe zwischen Center World und Paragon Shopping Mall mit zwei schönen kleinen Tempelräumen

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Geschichte Bangkoks

Kurz vor dem vernichtenden Schlag der Burmesen gegen das siamesische Reich von Ayutthaya im Jahr 1767 war dem General Phya Tak Sin mit seiner Gefolgschaft die Flucht gelungen. In Chantaburi stellte er eine neue Armee auf und konnte die Burmesen bereits sieben Monate später wieder verjagen. Er zog nicht wieder in das zerstörte Ayutthaya ein, sondern gründete eine neue Hauptstadt 50 Km südlich, wo die Franzosen ihre ersten Festungsanlagen zurückgelassen hatten. Der Ort nannte sich 'Dorf der wilden Olivenhaine': Bangkok. Von hier aus hatte man über den breiten Chao Phraya auch schnellen Zugang zum Meer, was für den Seehandel immer wichtiger wurde. Zunächst wählte man die sumpfige Westseite (Thonburi), und Taksin ernannte sich dort zum König. Seinen Generälen gelang es, das zerstörte Land schnell wieder zu einen und die Macht zu festigen. Ein Feldzug gegen Vientiane und Luang Prabang brachte 1779 den als heilig verehrten Jade-Buddha (Smaragd-Buddha) als Raubbeute nach Bangkok, wo ihm zu Ehren ein neuer großer Tempel, der Wat Phra Kheo erbaut wurde. Mit ihm erfolgte der Umzug auf die Ostseite des Chao Phraya.

Zuerst wurden Landungsplätze am Fluss geschaffen, von denen aus Materialien und Ware auf breiten Trassen aufs Land verschifft werden konnten. Elefanten übernahmen diese Arbeit und schufen die Basis für einige der heutigen großen Straßen wie z.B. die Thanon Sakorn oder die Thanon Silom.
Das ganze zumeist sumpfige Gebiet war durchzogen von Kanälen, den Klongs, die den Transport von kleinen Waren und Lebensmitteln auch per Boot ermöglichten.

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König Taksin hatte sich inzwischen zum Despoten entwickelt und sich als erleuchtet erklärt. Ein Aufstand gegen seine Machenschaften im Jahre 1782 bedeutete dann sein Ende. Am 6. April 1782 wurde der siegreiche General Chao Phya Chakri zum neuen König und zum Begründer einer neuen Königsdynasti ernannt.

Chakri war ein Mann der Traditionen. Er benannte sich um in König Ramathibodi, lies Tempelanlagen und Befestigungen im alten Ayutthaya-Stil errichten und gab der neuen Stadt den bedeutsamen Namen Krung Thep Phra Maha Nakorn Amorn Nattanakosin (Stadt der Engel und Sitz des Smaragd-Buddhas). Die Thais nennen sie Krung Thep.

Vornehmliche Aufgabe von Rama I. war die Sicherung der Außengrenzen und die Bewahrung der Tratitionen und der siamesischen Kultur. Erneute Angriffe der Burmesen konnten durch verfeinerte Kriegstaktiken abgewehrt werden. Als Burma schließlich in die Kriege gegen die Briten verstrickt und das Königreich der Burmesen in der Folge ausgelöscht wurde, hatte Siam ein großes Problem weniger. Nicht zuletzt dieser Umstand, keine unmittelbaren aggressiven Nachbarn mehr zu besitzen (Luang Prabang und Vientiane waren zerstört worden, Angkor war lange verlassen und dem Dschungel überlassen, und die Europäer hatten sich zwischenzeitlich in Indonesien, Malaya, Vietnam und Burma festgesetzt), ermöglichte den Rama-Königen Siams die Konzentration auf Kultur, Kunst, Handel und Religion. Zu Beginn des 19. Jhts. entstanden etliche der bekannten Tempelanlagen des Landes (Wat Arun, Wat Sakhet, Wat Pho). Das Jahrhundert der Rama-Könige II bis V stand unter dem Motto der Modernisierung und der Öffnung. Bereits Rama II. nahm wieder Kontakt auf zu den Europäern. Ausländer, ja sogar Missionare wurden ins Land geholt, Gesandte nach Europa geschickt, um zu studieren. Den Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne schaffte Rama IV. Er ist bekannt als König Mongkut und aus dem Film 'Anna und der König'. Nachdem er 27 Jahre als Mönch gelebt hatte, beschäftigte er sich nicht nur mit Naturwissenschaften und Astronomie, sondern lernte Englisch und Latein. Für seine Kinder lies er eine englische Lehrerin (Anna Leonowens) an den Königshof holen. Er stärkte den Handel mit den Europäern und China und erkannte die Vorteile des Miteinanders anstatt des feindseligen Gegeneinanders.

Rama V (König Chulalongkorn) wurde nach dem plötzlichen Tod seines Vaters bereits mit 15 Jahren König. Und so war es wohl auch dem Umstand zu verdanken, dass er noch unter dem Einfluß seiner Lehrerin stand, dass er mit einer geradezu revolutionären Umgestaltung des Landes begann. Er schaffte Sitten am Hofe ab, die die Untertanen z.B. zwangen, vor dem König auf die Knie zu fallen. Die Leibeigenschaft und der Frondienst mussten seinem Willen weichen, und er begann mit dem Bau von Schulen, Krankenhäusern, der Eisenbahn und dem Post- und Telegrafendienst. Er holte sich ausländische Berater ins Land und lies seine Kinder in Europa studieren.

Seine 42 Jahre lange Amtszeit fiel in die Zeit, in der Siam zwischen die Weltmachtinteressen der Briten und der Franzosen geriet. Um 1860 waren die Briten in Burma zur Kolonialmacht avanciert, und die Franzosen hatten Vietnam und das östliche Kambodscha besetzt. Die wohl größte politische Tat des Chulalongkorn besteht ohne Zweifel in dem Geschick, Siam unabhängig zu halten und sich zwischen Briten und Franzosen zu positionieren. Der vertretbare Preis, den er für die Erhaltung von Frieden und Freiheit zahlen musste, bestand in der Abtretung von Landgebieten im Osten an Frankreich (Westkambodscha und Teile Laos) sowie im Süden an England (Nordmalaya). Weil Chulalongkorn sich auch für das Wohl der Landbevölkerung stark machte, und so auch die Bauern zu bescheidenem Wohlstand kamen, ist Rama V. seither der über alles geliebte große König.

Die Regentschaftszeit Ramas VI. (König Vajiravudh) dauerte von 1910 bis 1925. Als in Oxford studierter König führte er weitere westliche Sitten und Errungenschaften ins Siamesische Reich ein, was ihm allerdings nicht nur Ruhm einbrachte. Noch vor dem ersten Weltkrieg führte er die Schulpflicht für alle Kinder ein, verordnete die Vergabe von Nachnahmen, die bis dahin unbekannt waren, und ermutigte Frauen mit Nachdruck zum Tragen langer Haare und Röcke. Außerdem entwarf er die seiner Meinung nach modernere Flagge mit den drei Farben blau (König), weiß (Religion) und rot (Volk) im Austausch mit der roten Fahne, die einen weißen Elefanten abbildet.

Da Vajiravudh ein Freund der schönen Künste und des gesellschaftlichen Feierns war, rissen seine diesbezüglichen Staatsausgaben tiefe Löcher in den Haushalt, während seine Regierungsgeschäfte nicht sehr effektiv liefen. Daher ist sein Name nicht ohne Makel in der Geschichte Siams.

Sein Bruder Prajadhipok übernahm das Königsamt 1925. Er war ein sparsamer Monarch, der das Land finanziell wieder konsolidieren wollte. Auch er hatte in England studiert, und auch er bekannte öffentlich, dass er die demokratischen Prozesse in Europa gutheiße, aber sein Land für noch nicht reif für die Selbstbestimmung durch das Volk halte. Rama VII. war erst 7 Jahre an der Macht, als es in Folge der Weltwirtschaftskrise, die Siam hart traf, zu Protesten und dann zum Staatsstreich durch die Volkspartei kam. Prajadhipok akzeptierte, auch um zu verhindern, Blut zu vergießen, und besiegelte so das Ende der absoluten Monarchie. Er blieb König bis 1935, als er abdankte und in einer Rede, die er in England hielt, die Macht an das Volk übergab. Ein neuer König war jedoch schon ernannt. Er studierte als Schüler in der Schweiz: Ananda Mahidol.

In der Folge war Siam von großer Instabilität geprägt, Machtkämpfe und Unruhen zerrissen das Land. Die diktatorische Regierung, deren führende Mitglieder in Europa studiert hatten, ordnete die totale Verwestlichung an, selbst das tradtitionelle Kauen von Betelnüssen wurde verboten, der Name Siam wurde 1939 in Thailand umbenannt.

Als die Japaner 1941 in Bangkok einmarschierten, kapitulierte die Regierung, um keine weiteren Menschenleben zu gefährden und das Land zu schützen. Die Kooperation mit den Besatzern führte sogar zur Entscheidung, den Alliierten den Krieg zu erklären. Die Überbringer weigerten sich jedoch, dies zu tun, im Gegenteil kam es zu Sabottageakten gegen die Japaner. Mit Kriegsende wurde das Kollaborationsregime jedoch abgesetzt und König Mahidol kehrte nach Thailand zurück. Als er wenig später erschossen aufgefunden wurde, konnte sein jüngerer Bruder Bhumibol Adulyadej zum Monarchen ernannt werden. Er studierte jedoch zunächst in der Schweiz, bevor er 1951 sein Amt voll antrat.

In der Zwischenzeit übernahm das Militär mit Offizieren, die in Thailand ausgebildet worden waren, und der Verwestlichung kritisch gegenüber standen, die Macht und behielten sie bis in die 70er Jahre. Bereits Anfang der 60er Jahre wurden die Weichen für den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes gestellt. Ausländische Investoren (v.a aus Taiwan, Japan und den USA) durch billige Arbeitskräfte und steuerliche Vergünstigungen angelockt und der natürliche und kulturelle Schatz des Landes für den Tourismus erschlossen.

Der gemeinsame Kampf gegen den Kommunismus bescherte den USA im Vietnamkrieg einen Bündnispartner in Thailand, der fünf Stützpunkte bereitstellte und im Gegenzug großzügige Unterstützung beim Ausbau der Infrastruktur des Landes erhielt. Gleichzeitig kam es jedoch zu Massendemonstrationen und Studentenunruhen gegen das Militärregime, die 1973 blutig niedergeschlagen wurden. Die Folge war das Ende der Regierung und eine dreijährige sehr instabile und unsichere Demokratiephase. Erneute Studentenunruhen wurden wieder mit Ermordungen beendet, und das Militär übernahm erneut die Macht, bis 1988 eine erneute kurze demokratische Phase eintrat, die 1991 durch den nächsten Militärputsch abgelöst wurde. Das Auf und Ab zwischen Demokratie und Militärdiktatur zeichnet die aktuelle Monarchie unter König Bhumibol und Königin Sirikit seit mehr als 60 Jahren aus. Der letzte Putsch war 2006. Einzig das Königspaar steht für Stabilität und Kontinuität, ist konsequent dem Wohl des Volkes, der Tradition und der Religion verpflichtet und wird entsprechend verehrt und geliebt. Alle politischen Entwicklungen werden vom König entscheidend gestützt, und manche sagen, er sei noch immer der eigentliche Machthaber in Thailand.

Im Oktober 2016 verstarb König Bhumibol nach langer Krankheit. Er war der am längsten noch im Amt befindliche Monarch. Sein Sohn Maha Vajiralongkorn übernahm 2017 die Thronfolge, doch ist bislang unklar, wie es mit der Monarchie und der Demokratie in Thailand weitergehen wird. Von der Militärregierung zugesagte wirklich freie Wahlen haben bislang nicht stattgefunden, und der neue, 64-jährige König hält sich lieber in Bayern auf, als das Königsamt so wie sein verehrter Vater weiter zu führen.

Nach dem Tod von Bhumibol Adulyadej im Oktober 2016 befand sich Thailand weiterhin unter militärischer Kontrolle der Junta (NCPO), die bereits seit dem Putsch von 2014 an der Macht war. Freie und voll demokratische Wahlen im westlichen Sinne gab es seitdem nur sehr eingeschränkt.

Die erste Parlamentswahl nach seinem Tod fand am 24. März 2019 statt. Diese Wahl markierte formal die Rückkehr zu einem zivilen Regierungssystem, war jedoch stark durch die vom Militär entworfene Verfassung von 2017 geprägt. Diese sah unter anderem vor, dass der Senat vollständig vom Militär ernannt wird und gemeinsam mit dem gewählten Unterhaus den Premierminister bestimmt. Dadurch hatte das Militär erheblichen Einfluss auf das Ergebnis. Zwar konnten Parteien antreten und es wurde gewählt, aber die Rahmenbedingungen waren nicht frei im Sinne einer uneingeschränkten Demokratie. Letztlich blieb Prayut Chan-o-cha, der ehemalige Putschführer, weiterhin Premierminister.

Die nächste Parlamentswahl fand am 14. Mai 2023 statt. Diese Wahl galt als deutlich offener und kompetitiver als die von 2019. Die reformorientierte Partei Move Forward gewann die meisten Stimmen, doch auch hier griffen die bestehenden Machtstrukturen. Die Wahlen (2019 und 2023) waren keine vollständig freien und fairen demokratischen Wahlen ohne strukturellen Einfluss des Militärs. Die demokratischen Prozesse wurden zwar schrittweise wieder eingeführt, bleiben jedoch bis heute durch institutionelle Machtmechanismen eingeschränkt.

Die Wahl 2026 war die bislang 'freieste' seit dem Tod von Bhumibol Adulyadej, weil der direkte Einfluss des Militärs über den Senat auf die Regierungsbildung weggefallen ist. Dennoch kann man auch sie nicht als vollständig freie, uneingeschränkt demokratische Wahl bezeichnen, da strukturelle Machtmechanismen weiterhin eine große Rolle spielen.

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